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Jimi Hendrix   *   Starclub Hamburg 17.03.1967

 

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   Informationen  ( Stand: Februar 2008 )

Als der 27-jährige James Marshall Hendrix am 18. September 1970 in London unter tragischen Umständen stirbt, 

verliert die Rockmusik einen ihrer kreativsten und innovativsten Köpfe. Jimi Hendrix, der am 27. November 1942 in Seattle, 

der späteren Hauptstadt des Grunge, auf die Welt kommt, revolutioniert die Rockmusik und die Hörgewohnheiten seiner 

Zeitgenossen wie keiner vor oder nach ihm. Vom schwarzen Rhythm And Blues kommend bringt er die elektrische 

Gitarre auf einzigartige Weise "zum Sprechen". Was davor als störend und fremd in der Musik empfunden wurde, 

erhebt Jimi Hendrix zur Kunstform. Rückkopplungen, unvorhersehbare Frequenzüberlagerungen, die Geräusche 

manipulierter Verstärker und den verzerrte Auswurf seiner Gitarre integiert er zu einem bis dahin nicht gekannten 

komplexen Ganzen, das die Grenzen der Rockmusik transzendiert.

Seine musikalische Karriere beginnt wie die vieler Kinder: sein Vater schenkt ihm seine erste Gitarre,

wenn man eine einsaitige Ukulele als Gitarre bezeichnen möchte. 1959 kauft sich Hendrix dann seine erste

E-Gitarre; das Instrument, das zu seiner zweiten Seele werden soll. In den frühen 60er Jahren spielt er in

verschiedenen Rhythm and Blues-Formationen, unter anderem mit solch namhaften Musikern wie

Little Richard und King Curtis. Doch die Show den anderen zu überlassen und selbst im Hintergrund für den richtigen

Sound zu sorgen, ist nicht seine Sache. So beschließt er, auf eigene Faust Musik zu machen und geht nach New York,

wo er den Animals-Bassisten Chas Chandler trifft, der in dazu ermuntert, sein Glück in London

als Solokünstler zu versuchen.Und hier wird Jimi Hendrix innerhalb kürzester Zeit zum mit der Zunge

und auf dem Rücken Gitarre spielenden Superstar. Zusammen mit Mitch Mitchell am Schlagzeug und

Noel Redding am Bass veröffentlicht er unter dem Titel Jimi Hendrix Experience die Singles "Hey Joe",

"Purple Haze" und "The Wind Cries Mary", die 1967 allesamt in den Top-Ten landen. Alle Hits sind auch auf dem

Debütalbum "Are You Experienced?" enthalten, das als ein Klassiker des Psychedelic Rock in die Geschichte eingeht.

In den USA nimmt man weiterhin keine Notiz von Hendrix. Erst als er beim Popfestival in Monterey im Juni 1967

seine Gitarre in Brand setzt und damit einen beispiellosen Skandal auslöst, avanciert das Album auch in den

Staaten zum Tophit.Die Nachfolger "Axis: Bold as Love" (1967) und "Electric Ladyland" (1968) zeichnet wie

das Debüt eine leicht und verspielt wirkende stilistische Vielfalt aus. Neben seinem virtuosen Gitarrenspiel

sind es vor allem die Ausreizung aller technischen Mittel, wie Wah-Wah-Pedal und den Möglichkeiten zur

Klangmanipulation im Studio, die die Tür zur Geräuschmusik der 70er Jahre weit aufstoßen.

Einen Meilenstein der Rockgeschichte liefert Jimi Hendrix bei seinem Auftritt in Woodstock 1969, wo er das

Festival mit seiner eigenwilligen Interpretation des "The Star-Spangled Banner" beendet.Es folgen eine

Reihe von Umbesetzungen der Hendrix Experience, die sich in Band Of Gypsies umbenennt, und ein ruheloses Leben,

sowohl musikalisch als auch privat. Seinen letzten Auftritt hat er am 6. September 1970 auf der schleswig-holsteinischen 

Ostseeinsel Fehmarn, gefolgt von  Ton,Steine Scherben, die hier zum ersten Mal auf der Bühne stehen. Zwölf Tage später erliegt Hendrix in London an einer fatalen Kombination aus Alkohol und Schlafmitteln.Noch heute ranken sich Legenden darum, welchen Weg er mit seinem geplanten vierten Album "First Ray of the New Rising Sun" wohl beschritten hätte. Wie kreativ Hendrix bis kurz vor seinem Tod war, beweist die Vielzahl der posthumen Veröffentlichungen, die seitdem erschienen sind.

James Marshall „Jimi“ Hendrix (* 27. November 1942 in Seattle, Washington; † 18. September 1970 in London, England) war ein US-amerikanischer Gitarrist und Sänger.

Jimi Hendrix gilt wegen seiner experimentellen und innovativen Spielweise auf der E-Gitarre als einer der bedeutendsten Gitarristen und hatte nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Rockmusik. Gemeinsam mit seinen Bands, unter anderem The Jimi Hendrix Experience und Gypsy Sun & Rainbows, trat er auf dem Monterey Pop Festival und dem Woodstock-Festival auf.

Hendrix starb 1970 im Alter von 27 Jahren und gehört dadurch wie andere einflussreiche Musiker dem Klub 27 an.

Kindheit und Jugend

mi Hendrix wurde am 27. November 1942 im General County Hospital in Seattle im US-Bundesstaat Washington als Sohn von James Allen Hendrix und Lucille Jeter unter dem bürgerlichen Namen „John Allen Hendrix“ geboren. Sein Vater war Afroamerikaner und seine Mutter indianisch-irischer Abstammung. JamesAllen Hendrix war zur Zeit der Geburt seines Sohnes gerade mit der US-Armee in Alabama stationiert. Nach seiner Entlassung im Jahr 1946 ließ er den Namen seines Sohnes in „James Marshall Hendrix“ ändern.[1] James Allen und Lucille Hendrix bekamen 1948 noch einen weiteren gemeinsamen Sohn namens Leon, ließen sich aber 1950 scheiden. Jimi Hendrix wuchs fortan bei seinem Vater auf.

Als Jugendlicher begann Hendrix sich für Rock 'n' Roll zu begeistern. Er besuchte unter anderem Konzerte von Elvis Presley, Little Richard und Matt Jefferson. Sein erstes Musikinstrument war eine alte einsaitige Ukulele, die sein Vater ihm im Alter von 13 Jahren schenkte. Im Sommer 1957 erwarb sein Vater für fünf Dollar eine gebrauchte akustische Gitarre, auf der Hendrix mit seiner ersten Band The Velvetones eine kurze Zeit spielte. Da Jimi Hendrix weiterhin Interesse an der Musik zeigte, bekam er die elektrische Gitarre „Supro Ozark 1560S“. Diese setzte er in seiner zweiten Band The Rocking Kings ein.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Mittelschule besuchte Hendrix die Garfield High School, von der er jedoch 1959 wegen schlechter Noten verwiesen wurde. Nach einem Gefängnisaufenthalt wegen eines Autodiebstahls im Mai 1961 verpflichtete er sich für drei Jahre bei der 101. US-Luftlandedivision in Fort Campbell. Hendrix fiel vor allem durch sein negatives Verhalten auf. Vorgesetzte bemängelten seine geringe Motivation und Verstöße gegen Befehle und Regeln. Er könne sich nicht auf seine Pflichten konzentrieren, da er außerhalb des Dienstes Gitarre spiele und ständig daran denke. In einem Bericht wurde gar darauf hingewiesen, dass er keine guten Charaktereigenschaften besitze. Nach 13 Monaten bei der Armee wurde Hendrix deshalb vorzeitig entlassen.

Karrierebeginn als Musiker

Noch während seines Dienstes hatte er Billy Cox kennen gelernt, der Bass in den Wohltätigkeitsclubs in Nashville spielte. Gemeinsam mit Cox gründete Hendrix die Band The King Kasuals. Zusätzlich spielte er in den folgenden Jahren als Begleitmusiker unter anderem für Little Richard, Supremes, die Isley Brothers und Jackie Wilson.

Im Januar 1964 zog er in den New Yorker Stadtteil Harlem. Bereits im Monat darauf konnte er einen Wettbewerb des Apollo Theater gewinnen.

1965 übernahm Hendrix die Rolle des Gitarristen bei den Isley Brothers und begleitete sie auf einer Tour durch die USA. Noch im gleichen Jahr stieg Hendrix bei der New Yorker Band Curtis Knight and the Squires ein. Der Manager Knights, Ed Chalpin, bot an, ihn unter Vertrag zu nehmen. Hendrix unterschrieb und bekam einen Vorschuss von einem Dollar und einen Anteil von einem Prozent an den Lizenzeinnahmen und verpflichtete sich gleichzeitig, drei Jahre lang exklusiv für ihn zu spielen.[3] Doch auch sein Engagement in dieser Gruppe hatte nur kurzen Bestand.

Die erste Band, in der Hendrix selber als Frontmann und Sänger aktiv war, war die 1965 gegründete Formation Jimmy James and the Blue Flames. In der zweiten Hälfte des Jahres 1965 und Anfang 1966 spielte Hendrix mit diesen Musikern in Clubs des Greenwich Village.

The Jimi Hendrix Experience

Als Hendrix gemeinsam mit seinen Begleitmusikern im Juli im „Cafe Wha?“ auftrat, war auch der ehemalige Animals-Bassist Chas Chandler anwesend, der von Hendrix' künstlerischer Leistung beeindruckt war. Er bot ihm einen Vertrag an, demzufolge Hendrix in London eine neue Band aufbauen sollte. Für die neue Funktion wurde das alte Pseudonym Jimmy James aufgegeben. Hendrix sollte künftig unter eigenem Namen auftreten. Gemeinsam mit Schlagzeuger Mitch Mitchell (vorher Georgie Fame's Blue Flames) und Bassist Noel Redding wurde so die Jimi Hendrix Experience im Herbst 1966 ins Leben gerufen. Chandler fungierte auch in Zukunft als Manager für die Gruppe. Chandler war für den künstlerischen Teil des Managements zuständig, während sich Michael Jeffery um den finanziellen Teil kümmerte. Jeffery war zuvor bereits Chandlers Manager gewesen, als Chandler bei den Animals spielte.

Ihr erster gemeinsamer Auftritt war als Vorgruppe für Johnny Hallyday im Pariser Olympia. Die ersten Songs, Hey Joe und Stone Free wurden im Oktober aufgenommen. Die Single dazu platzierte sich im Februar 1967 in England auf Position vier der Hitparade. Das erste Album, Are You Experienced?, erreichte Platz zwei der UK-Charts.

Am 18. Juni 1967 trat Hendrix mit seiner Band am Monterey Pop Festival auf, wodurch seine Popularität sehr gesteigert wurde. Bekannt wurde der Auftritt auch dadurch, dass Hendrix am Ende seine Gitarre verbrannte. Er selbst äußerte sich dazu:

„The time I burned my guitar it was like a sacrifice. You sacrifice the things you love. I love my guitar.“

„Als ich meine Gitarre verbrannte, war das wie ein Opfer. Man opfert die Dinge, die man liebt. Ich liebe meine Gitarre.“

Jimi Hendrix[4]

Nach der Veröffentlichung von Axis: Bold as Love startete die Band im Februar 1968 eine längere Tour durch die USA, wo sie unter anderem auch im Fillmore West in San Francisco auftrat. Noch im gleichen Jahr veröffentlichte sie Electric Ladyland, mit den bekannten Songs Voodoo Child und All Along the Watchtower. Das Album stieg bis auf Platz eins der Billboard-Charts. Der letzte gemeinsame Auftritt der Jimi Hendrix Experience fand am 29. Juni 1969 in Denver statt.

 

Auftritt bei Woodstock

 

Das Jahr 1969 war geprägt von Problemen mit der Justiz. Im Mai wurden bei einer Kontrolle am Flughafen von Toronto Heroin und Haschisch in Hendrix’ Gepäck gefunden. Hendrix verteidigte sich, er habe nichts davon gewusst.

Für das Woodstock-Festival stellte Jimi Hendrix eine neue Band zusammen, Gypsy Sun & Rainbows mit Mitch Mitchell am Schlagzeug, seinem alten Armee-Freund Billy Cox am Bass, Larry Lee an der Rhythmusgitarre und zwei Perkussionisten. Weil sich der Ablauf sehr verzögert hatte, konnte Hendrix erst am frühen Montagmorgen auftreten, als das Festival schon vorbei sein sollte. Von den 500.000 Besuchern waren zu diesem Zeitpunkt nur noch rund 25.000 anwesend.Bei diesem Konzert präsentierte Hendrix eine umstrittene Interpretation der US-amerikanischen Nationalhymne The Star-Spangled Banner. Durch Spieltechnik und den Einsatz von Effekten (vor allem Wah-Wah und Fuzz-Face) verfremdete er die bekannten Motive der Hymne.

„Durch Spieltechnik und den Einsatz von Effekten ließ er zwischen den bekannten Motiven der Hymne auch Kriegsszenen hörbar werden, darunter verblüffend deutlich Maschinengewehrsalven, Fliegerangriffe und Geschosseinschläge.“

MDR.de

Nach dem Woodstock-Auftritt gab die Band nur zwei weitere Konzerte und löste sich dann auf. Um Ed Chalpins Ansprüche aus dem 1-Dollar-Vertrag zu befriedigen, wurde ein Konzert mitgeschnitten, das Silvester 1969 im Fillmore East stattfand. Dafür stellte Hendrix eine neue Band namens Band of Gypsys mit Billy Cox am Bass und Buddy Miles am Schlagzeug zusammen.

Die neue Jimi Hendrix Experience

Nachdem die Band of Gypsys nur einen Monat zusammen aufgetreten war, formierte Hendrix im März 1970 die Jimi Hendrix Experience neu. Er übernahm Billy Cox aus der Band of Gypsys und spielte weiter gemeinsam mit Mitch Mitchell.

1970 fanden zahlreiche, oft spontane Studioaufnahmen mit wechselnden Besetzungen statt, die in ein geplantes Album mit dem Arbeitstitel First Rays of the New Rising Sun münden sollten. Eine Auswahl der Songs wurde 1971 als Cry Of Love veröffentlicht, als komplettes Album erschien es erst 1997. Für die Aufnahmen ließ Hendrix in der 8th Street in New York ein eigenes Aufnahmestudio errichten, das im August 1970 fertig gestellt wurde. Als Name wurde „Electric Lady Studios“ gewählt.

In diesem Jahr ging die Band auf ihre letzte US- und Europa-Tournee. Auftakt in Europa war das Isle of Wight Festival am 30. August 1970. Nach anschließenden Auftritten in Stockholm, Kopenhagen und Berlin (am 4. September 1970 in der Deutschlandhalle) absolvierte Hendrix seinen letzten Auftritt bei dem Love-and-Peace-Festival am 6. September 1970 auf der schleswig-holsteinischen Ostseeinsel Fehmarn. Später wurde dort ein Gedenkstein platziert. Noch heute werden regelmäßige Revival-Festivals durchgeführt.

Tod am 18. September 1970

Während der vorangegangen Jahre hatte sich Hendrix' Drogenkonsum massiv verstärkt. Als Konsequenz hatte insbesondere sein Auftreten auf den letzten Konzerten sehr gelitten.

„Er [Jimi Hendrix] verlor an Bodenhaftung, lieferte unter dem Einfluss von Drogen teilweise katastrophale Konzerte ab und verfiel im Anschluss daran immer häufiger in Depressionen. [...] das Konzert auf der Ostseeinsel Fehmarn geriet zum Desaster. Jimi Hendrix kehrte ausgelaugt und nervlich zerrüttet nach London zurück.“

Am 17. September 1970 trat Hendrix zusammen mit Eric Burdon & War in Ronnie Scott's Club in London auf. Sie jammten die ganze Nacht durch.

Am frühen Morgen darauf, der 18. September, wurde Hendrix tot im Londoner Samarkand Hotel aufgefunden, nachdem er dort eine Nacht gemeinsam mit seiner Freundin Monika Dannemann verbracht hatte. Während zunächst als Todesursache härtere Drogen vermutet wurden, konnte später festgestellt werden, dass Hendrix Alkohol und Schlaftabletten konsumiert hatte und an seinem Erbrochenen erstickt war.[8] In Hendrix' Lungen fand man große Mengen Rotwein. Laut zuständigem Krankenhausarzt habe Hendrix ein mit Rotwein getränktes Stück Stoff um den Hals getragen, einen Pulli oder ein Handtuch.

wohl die Todesursache offiziell geklärt war ("Tod durch Ersticken"), entstanden zahlreiche Spekulationen um den Tod. Auch wenn Hendrix’ Manager Chas Chandler mit den Worten zitiert wird, dass Hendrix Tod absehbar gewesen sei, entstanden Verschwörungstheorien, dass es sich um Mord oder Selbstmord gehandelt habe. Im Jahr 1993 wurden wieder neue Ermittlungen aufgenommen, da eine andere ehemalige Freundin Hendrix’ klagte, dass Dannemann den Notarzt zu spät alarmiert habe. Ein Urteil gegen Dannemann wurde im Prozess nicht gesprochen.

Jimi Hendrix wurde in Seattle neben den Gräbern seiner Mutter und Großmutter bestattet. Nach seinem Tode wurde bekannt, dass Hendrix ein Projekt mit der Supergroup Emerson, Lake and Palmer geplant hatte.

Politische Aussagen

Obwohl Jimi Hendrix kein politischer Aktivist war, hatte er in den US-amerikanischen Medien einige Kommentare zu den Black Panthers abgegeben, die eine Art „geistige Verbundenheit“ zum Ausdruck bringen sollten, wie er es nannte. In dem im Jahr 2004 veröffentlichten Dokumentarfilm Jimi Hendrix - The Last 24 Hours von Michael Parkinson wird berichtet, dass Hendrix am 28. Januar 1970 beim „Winter Festival Of Peace“-Benefizkonzert im Madison Square Garden des Vietnam Moratorium Committee teilnahm und Geld an die Black Panthers spendete. Auch ein Konzert für Bobby Seale und die Chicago Seven wird erwähnt. Dadurch kam Hendrix auf den Sicherheitsindex des FBI, wie aus dem freigegebenen Teil der FBI-Akten nachweisbar ist. Das „Counter Intelligence Program“ (COINTELPRO) des FBI, das Teil des CIA-Programms Operation CHAOS ist, wird in ebenfalls in diesem Zusammenhang erwähnt.

1979 wurde von Studenten der Campus-Zeitung der Santa Barbara University (USB) eine Freigabe der FBI-Akten über Jimi Hendrix beantragt. Diese FBI-Akten wurden bis zum heutigen Tag nicht vollständig freigegeben, da eine geheime Einstufung aus Gründen der nationalen Sicherheit immer noch als rechtmäßig gilt.

Auszeichnungen und Ehrungen

Im Jahr 1992 wurde Hendrix posthum der Grammy für sein Lebenswerk verliehen, und er wurde in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Zwei Jahre darauf bekam er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Erst 1995 erhielten Jimi Hendrix’ Vater und seine Schwester die Kontrolle über das Erbe Hendrix’ zurück. In dieser Zeit wurde der Wert dieses Vermächtnisses auf vierzig bis einhundert Millionen US-Dollar geschätzt.[13] 2000 gründete Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft, ein 240 Millionen Dollar teures Museum in Seattle, in dem eine große Zahl von Hendrix-Memorabilia ständig ausgestellt wird, unter anderem Gitarren, Kleidung und Songtexte. 2006 benannte Hendrix' Heimatstadt Seattle einen Park nach ihm, obwohl sich diese zu Lebzeiten eher distanziert zu ihm verhalten hatte.

Daneben wurde er von vielen Musikmagazinen als herausragender Musiker anerkannt. Vom Rolling Stone, Guitar World und anderen Zeitschriften wurde er zum besten E-Gitarristen aller Zeiten ernannt.[16] VH1 listete ihn an dritter Stelle der Best Hard Rock Artists of all time hinter Black Sabbath und Led Zeppelin und an gleicher Position der 100 Best Pop Artists of all time, nach den Rolling Stones und den Beatles, auf.

Musik

Hendrix' Gitarrenspiel

Als Teenager hatte Hendrix hauptsächlich Blues- und Rock ’n’ Roll-Musiker wie Muddy Waters, B.B. King, Chuck Berry und Eddie Cochran als Vorbilder[17] und coverte auch deren Songs.[18] In seinen aktiven Jahren als Gitarrist imitierte er nicht nur deren Musik, sondern entwickelte den Musikstil weiter. Er prägte und veränderte insbesondere den Sound der E-Gitarre wesentlich. In seinen improvisierten Soli verwendete er Fuzz-Effektgeräte, ähnlich wie die Rolling Stones vor ihm, um den Klang zu verzerren. Im Gegensatz zu vielen frühen Rockbands, die die Akkorde auf Powerchords reduzierten, benutzte er bei der Begleitung auch komplexere Akkorde, wie sie im Bereich des Jazz eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind die Songs „Hear my Train a' comin'“ (elektrische Version) und „Red House“.

Gegen Ende der 1960er begannen zahlreiche Rockmusiker, besonders die aus dem Umfeld des Progressive Rock, mit längeren Improvisationen zu arbeiten, die bis dahin nur im Jazz üblich waren. Neben Eric Clapton war Hendrix einer der ersten Gitarristen, die dem Solospiel eine wesentliche Rolle zuwiesen. Hendrix konnte hier seine Fingerfertigkeit und Technik unter Beweis stellen. Indem er die Sologitarre derart in den Vordergrund brachte, veränderte sich in den Folgejahren der Status der Gitarristen in den Bands: sie wurden von bloßen Begleitmusikern zu eigenen Stars neben dem Sänger. In diesem Sinne war er Vorbild für das Hervortreten bekannter Gitarristen in den Siebzigern, wie Jeff Beck, Rory Gallagher, Ritchie Blackmore, Jimmy Page oder Tony Iommi.

Wenn Hendrix auf der Gitarre seinen Gesang begleitete, spielte er in aller Regel nicht nur die zugehörigen Akkorde, sondern untermalte diese durch eine Reihe von Verzierungen. Da Hendrix auf diese Weise gleichzeitig die Aufgabe des klassischen Rhythmusgitarristen und des Leadgitarristen übernahm, entsteht der Eindruck, als würden mehrere Gitarren gleichzeitig spielen. In einer Vielzahl von Licks und Fills, die Hendrix in seine Begleitung einbaute, zeigt sich seine künstlerische Kreativität. Wegen seiner langen Finger konnte er außerdem im Gegensatz zu anderen Musikern mit dem Daumen von oben Akkorde am Griffbrett greifen.

Eine Eigenart Hendrix war es, dass er Melodien und Akkorde nicht in Form von Noten oder Tabulatur niederschrieb, sondern Farben verwendete. Als Grund dafür gilt, dass Hendrix Synästhetiker war, also Töne und Farben zusammen wahrnehmen konnte. Das Zusammenspiel von Musik, Farben und Emotionen beschrieb er unter anderem mit dem Song „Bold as Love“, in dem er beschreibt wie Farben unterschiedliche Gefühle hervorrufen können.

Live-Auftritte

Neben dem reinen Gitarrenspiel setzte Hendrix bei Konzerten zahlreiche Showelemente ein. So spielte er beispielsweise hinter Kopf oder Rücken oder mit den Zähnen. Bekannt ist auch das Verbrennen seiner Gitarre am Monterey Pop Festival. Er setzte den unerwünschten Effekt des Feedbacks, bei dem sich eine Rückkopplung zwischen Gitarre und Verstärker zu einem schrillen Pfeifen aufschaukelt, neben Pete Townshend und den Beatles, als einer der ersten bewusst als Gestaltungsmittel in seinen Songs ein. Besonders bekannt ist die verzerrte, von Hendrix in Woodstock gespielte Variante der amerikanischen Nationalhymne The Star-Spangled Banner. Hier reizte Hendrix auch die Möglichkeiten des Tremolos aus, das in der Zeit vor ihm fast ausschließlich zur leichten Verzierung von Tönen genutzt wurde. Das folgende Beispiel zeigt die Verwendung der sogenannten Divebomb:


Der Song diente gleichermaßen zur Äußerung von Kritik an der US-Regierung und dem
Vietnamkrieg, gegen den Hendrix klar Stellung bezog.

„Sein Instrument jault und kreischt. ‚The Star Spangled Banner‘ – jeder Ton ist eine bittere Anklage, ist tränenreiche Trauer, Protest, ein wütender Aufschrei gegen die zynische Macht des Establishments. ‚Wir sind gegen euren verdammten Krieg im fernen Vietnam.‘ Die Botschaft ist unmissverständlich. Freiheitssehnsucht und Widerstand, alles steckt in ein paar Gitarren-Läufen.“

www.br-online.de

Seine Kritik setzte er auch textlich innerhalb seiner Songs um. „House Burning Down“ (vom Album Electric Ladyland, 1968) handelt von den Aufständen der Farbigen, etwa während der Watts-Unruhen, bei denen 1965 in Los Angeles einige tausend Menschen verhaftet wurden, oder während der Krawalle in Newark und Detroit 1967.

Equipment

Hendrix spielte bevorzugt Stratocaster-Gitarren der Firma Fender, selten auch Instrumente von Gibson, wie die Flying V und SG. Weil er Linkshänder war, Linkshänder-Gitarren aber Ende der 1960er schwer erhältlich und teuer waren, verwendete er Rechtshänder-Modelle, bei denen er die Saiten in umgekehrter Reihenfolge aufzog. Deshalb befinden sich die Regler und der Vibratohebel bei Konzertaufnahmen auf der oberen, statt - wie allgemein üblich - auf der unteren Seite des Gitarrenkorpus. Er beherrschte jedoch ebenfalls die übliche Spielweise eines Rechtshänders mit normal aufgezogenen Saiten, wobei er Anschlag- und Griffhand vertauschen musste, wie bei einigen Liveauftritten in der Band von James Brown zu sehen ist.

Nach seinem Tod veröffentlichte Fender insgesamt sieben Tribute-Modelle, die jeweils auf wenige Exemplare limitiert wurden. Unter anderem wurden Kopien der Gitarren kreiert, auf denen er in Monterey und Woodstock gespielt hatte. Von Hendrix gespielte Instrumente werden heute unter Fans für hohe Summen gehandelt. Im November 2004 erzielte eine Gitarre 70.000 britische Pfund, umgerechnet etwa 129.000 US-Dollar. Bei der gleichen Auktion wurden zwei leere Zigarettenschachteln für umgerechtet 330 Dollar verkauft.

Als Verstärker kamen die meiste Zeit seiner Karriere 100-Watt-Marshall-Verstärker zum Einsatz. Hendrix war einer der ersten Gitarristen, die Marshall-Verstärker benutzten. Er lernte Jim Marshall persönlich kennen und war vom Klang des Verstärkers begeistert. In jüngeren Jahren und im Studio bevorzugte Hendrix auch Verstärker der Firma Fender.

An Effektgeräten hatte er oft modifizierte Geräte wie das „Vox Clyde McCoy“ und „Vox v847 Wah“, das Dallas-Arbiter Fuzz Face und das Unicord Univibe (Chorus und Vibrato) verschiedener Hersteller im Einsatz. Sein Techniker Roger Mayer, Erfinder des „Univibes“, der damals in der Armee arbeitete, entwickelte und passte die Geräte Jimis Wünschen an.

Hendrix Strat

Ein Nachbau von Fender ist für Rechtshänder gedacht, die die Optik von Hendrix' Spielweise imitieren wollen: eine spiegelverkehrte Gitarre.

 

Singles (nur Top-10-Hits)

Hey Joe (1967)    /   D: 21 | UK: 6

Purple Haze (1967)    /   D: 17 | UK: 3

The Wind Cries Mary (1967)   /   D: 35 | UK: 6

All Along The Watchtower (1968)    /   D: 21 | UK: 5

Voodoo Child (1971)   /   D: 24 | UK: 1

Alben (nur Top-10-Hits)       

Are You Experienced (1967)   /   UK: 2

Axis - Bold As Love (1967)   /   UK: 5

Smash Hits (1968)   /   UK: 4

Electric Ladyland (1968)   /   UK: 6

Band Of Gypsies (1970)

Jimi Hendrix At The Isle Of Wight (1970)   /   UK: 6

Cry Of Love (1971)   /   UK: 2

Experience (1971)    /   UK: 9

Hendrix In The West (1972)   /   UK: 7

Cornerstones - Jimi Hendrix 1967-1970 (1990)   /  UK: 5

Blues (1994)  /  D: 60 | CH: 14 (08.05.1994) 9 Wo. | UK: 10 | USA: 45

Experience Hendrix - The Best Of (1997)  /  D: 49 | A: 9 (24.09.2000) 6 Wo. | CH: 92 (01.10.2000) 2 Wo. | UK: 10 | USA: 133

Voodoo Child - The Jimi Hendrix Collection (2002)  /  UK: 10 | USA: 112

Diskografie

Eine vollständige Diskografie von Jimi Hendrix zu erstellen, gestaltet sich schwierig, da es eine große Zahl mitgeschnittener Jamsessions gibt, deren Authentizität nicht immer erwiesen ist. Außerdem gibt es verschiedene Aufnahmen von Hendrix als Begleitmusiker vor seiner Solokarriere. Insgesamt sollen nach Hendrix' Tod noch mehr als einhundert Aufnahmen veröffentlicht worden sein.

Zu Lebzeiten veröffentlichte Aufnahmen

Das Debütalbum der Jimi Hendrix Experience erschien im Mai 1967 und enthält unter anderem die bekannten Titel Foxy Lady, Red House, sowie Purple Haze und Hey Joe.

  • Axis: Bold as Love (mit Jimi Hendrix Experience, 1967)

Mit Little Wing und Castles Made of Sand befinden auf dem Album zwei bekannte und oft gecoverte Balladen. In Zusammenarbeit mit Hendrix' Tontechnikern Eddie Kramer und Roger Mayer entstanden psychedelische Gitarrensounds, die Hendrix' Ruf als experimentellen Studiomusiker begründeten.

Das Album entstand auf unzähligen Sessions mit vielen Gastmusikern und wurde von Hendrix selbst produziert. Es enthält unter anderem All Along the Watchtower, eine Coverversion von Bob Dylan. Voodoo Chile und Crosstown Traffic befinden sich ebenfalls auf dem Album.

  • Band of Gypsys (mit der Band of Gypsys, 1970)

Dieses Album wurde für Ed Chalpin am Silvesterabend 1969 in Fillmore East aufgenommen. Machine Gun ist der bekannteste Song des Albums.

Posthum veröffentlichte Langspielplatten

Unmittelbar nach Hendrix' Tod wurde das Material, an dem Hendrix im Electric-Ladyland-Studio gearbeitet hatte, von Kramer, Mitchell und Michael Jeffery veröffentlicht.

  • The Cry of Love (1971)

  • Rainbow Bridge - Original Motion Picture Soundtrack (1971)

  • War Heroes (1972)

Posthum nachbearbeitete Aufnahmen

Dies sind Demos, die Jahre nach Hendrix' Tod unter der Regie von Nachlassverwalter Alan Douglas von Studiomusikern, die nie mit Hendrix zusammengearbeitet hatten, vervollständigt, abgewandelt und neu abgemischt wurden. Das Ergebnis wurde von Fans teilweise sehr stark kritisiert.

  • Crash Landing (1975)

  • Midnight Lightning (1975)

Konzertmitschnitte

Sonstige Aufnahmen

Live-Aufnahmen
  • Woke Up This Morning And Found Myself Dead - Live At The Scene Club (1968)

  • Hendrix In The West (1971)

  • Experience (Royal Albert Hall 1969, Veröffentlichung 1972)

  • Sound Track Recordings From The Film 'Jimi Hendrix' (1973)

  • Nine To The Universe (1980)

  • The Jimi Hendrix Concerts (1982)

  • Stages (1991)

  • Blues (1994)

  • BBC Sessions (1998)

  • Live At Fillmore East (1999)

  • Live At Berkeley - Second Set (2003)

  • Jammin' with Jimi (2008)

Studio-Aufnahmen (autorisiert von den Hendrix-Erben)

Die unmittelbar nach Hendrix Tod veröffentlichten Studioalben sind heute nicht mehr im Handel. Fast alle Stücke wurden auf die nachstehenden Editionen teilweise vermischt mit bis dato unveröffentlichtem Archivmaterial verteilt. Die Liveaufnahme von „Hear My Train A´Comin´“ von „Rainbow Bridge“ erschien auf dem Sampler „Voodoo Child: The Jimi Hendrix Collection“ (2001) und auf "Blues" (1994).

  • First Rays of the New Rising Sun (1997)

  • South Saturn Delta (1997)

  • The Jimi Hendrix Experience, 4-CD Box Set (2000)

Weitere Studio- und Live-Aufnahmen (autorisiert von den Hendrix-Erben, erschienen beim Label daggerrecords.com)
  • Live At The Oakland Coliseum (1998)

  • Live At Clark University (1999)

  • Morning Symphony Ideas (2000)

  • Live In Ottawa (2001)

  • The Baggy´s Rehearsal Sessions (2002)

  • Paris 1967 / San Francisco 1968 (2003)

  • Hear My Music (2004)

  • Live At The Isle Of Fehmarn (2005)

  • Burning Desire (2006)

Gefilmte Konzertmitschnitte (Auswahl)

  • Experience - See My Music Talking (1968)

  • Jimi Plays Berkeley (1970)

  • Jimi Hendrix - At the Atlanta Pop Festival (1992)

  • Jimi Hendrix - The Dick Cavett Show (2002)

  • Blue Wild Angel - Jimi Hendrix At The Isle Of Wight (2002)

  • Jimi Hendrix - Live At Woodstock - Deluxe Edition (2005)

  • Jimi Hendrix - Live At Monterey - The Definitive Edition (2007)

Biografie
Einzelnachweise
  1. „His father Al Hendrix renamed him James Marshall Hendrix in 1946“ auf www.historylink.org

  2. Berichte zu Hendrix auf thesmokinggun.com: „poorly motivated for the military [...] no regard for regulations [...] his mind apparently cannot function while performing duties and thinking about his guitar“; „Poor character. No known good characteristics.“ Auf Hendrix' Homepage wird als Grund für die Entlassung fälschlich eine Verletzung bei einem Fallschirmsprung angegeben: „After being discharged due to an injury he received during a parachute jump [...]“

  3. „This agreement contracted Hendrix to produce and play exclusively for PPX for 3 years, in return for one dollar“ auf http://www.jungle-records.demon.co.uk/jungle/freudcd066.htm

  4. Jimi Hendrix über den Auftritt in Monterey, zitiert nach [1]

  5. „Der Auftritt von Jimi Hendrix fand wegen der vielen Programmverzögerungen erst am Montagmorgen statt, als das Festival eigentlich schon vorbei war. Die meisten der 500.000 Besucher waren schon abgereist, nur noch 25.000 vom Drogenkonsum und den Strapazen der zurückliegenden drei Tage Erschöpfte tummelten sich noch vor der Bühne.“ auf Planet-Wissen.de

  6. www.fehmarnfestivalgroup.com

  7. www.Planet-Wissen.de

  8. „[...] gab die internationale Presse harten Drogen die Schuld. In Wirklichkeit war der "schwarze Elvis Presley" ("New York Times") nach Alkoholgenuß und der Einnahme von Schlaftabletten an seinem Erbrochenen erstickt.“ auf musicline.de

  9. Constantine, Alex: Tötet den Rock'n'Roll; 2002, Strange Verlag, 40699 Erkrath, ISBN 3-89064-813-4 , Seite 88.

  10. „"Eigentlich war ich nicht überrascht", konstatierte sein Manager Chas Chandler, als er von Jimi Hendrix' Schlaftabletten-Tod am 18. September 1970 erfuhr. "Es war, als ob er uns die letzten zwei Jahre darauf vorbereitet hätte. Es war eigentlich eine Nachricht, auf die ich gewartet hatte".“ auf www.echolog.de

  11. musicline.de

  12. „Wir wollten uns im August oder September treffen und zusammen spielen, aber er starb, bevor wir es auf die Reihe kriegten“ (Greg Lake von Emerson, Lake and Palmer auf laut.de

  13. „In 1995, Hendrix's father and sister Janie regained control of his estate, estimated at that time to be worth between $40 million and $100 million.“ auf www.historylink.org

  14. http://www.emplive.org/exhibits/index.asp?categoryID=19&ccID=50; http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,DB2C52D864C025D9E0340003BA5E0905,,,,,,,,,,,,,,,.html

  15. http://www.bizjournals.com/seattle/stories/2006/05/22/daily10.html?jst=b_ln_hl; „Hendrix's relationship with his home town was conflicted and perhaps distant.“ auf www.historylink.org

  16. Die 100 besten Gitarristen lt. Rolling Stone

  17. Jimi Hendrix

  18. beispielsweise Johnny B. Goode (Chuck Berry), Killing Floor (Howlin' Wolf), Mr. Pitiful (Otis Redding), Outside Woman (Blind Joe Reynolds) oder Rock Me Baby (B.B. King) laut http://coverinfo.de

  19. JIMI HENDRIX BURNS OUT | Jimi Hendrix | Encore | News + Notes | Entertainment Weekly

  20. www.coverinfo.de

  21. „Der typische Roadie, der Ober-Roadie, der ewige King of the Roadies, ist und wird wohl für alle Zeiten Lemmy von Motörhead sein. Er war niemand geringerem als Jimi Hendrix zu Diensten, bevor er selbst als Musiker Karriere machte.“ auf br-online.de

  22. „Ace acted as a roadie for Jimi Hendrix“ auf www.KissInUK.com

  23. „was a roadie for the Jimi Hendrix Experience“ auf copyranter.blogspot.com

  24. Jimi Hendrix trusted his synesthesia. He liked to describe chords and harmonies as colors. He called the chord E7#9 — often referred to by guitarists as the Hendrix chord — as "the purple chord," and used it to help form the verse of his song, Purple Haze. [2]

  25. Aus dem Booklet zu "Experience Hendrix - The Best of ..."

  26. „Sonst als störend empfundene Rückkoppelungen, Frequenzüberlagerungen und Verzerrungen erhob er zur Kunstform und integrierte sie zu einem bis dahin nicht gekannten, provokativem Ganzen.“ Zit. n. www.Planet-Wissen.de

  27. „‚House Burning Down‘ […] also reflects the Watts riots of 1965, as well as the Newark and Detroit riots of 1967.“ Zit. n. www.jimihendrix.com

  28. Artikel „Seven Fender Stratocaster Models That Pay Tribute to Jimi Hendrix“ auf www.Modernguitars.com

  29. Collector's Corner: Empty Cigarette Packs Owned by Jimi Hendrix Sell for $331.51, Hendrix Strat Fetches Over $128,000

  30. „[...] a flood of posthumous albums [...] hit the market. There have been an estimated 100 of them“ auf www.rockhall.com

Literatur

  • Redding, Noel und Appleby, Carol: Are You Experienced? The Inside Story of the Jimi Hendrix Experience. Picador, London 1990, ISBN 0-330-31923-X

  • Trampert, Lothar: Elektrisch! Jimi Hendrix, Der Musiker hinter dem Mythos. Piper Verlag, München 1991, ISBN 3-492-18406-5

  • Shapiro, Harry und Glebbeek, Caesar: Jimi Hendrix - Electric Gypsy. [Aus dem Engl. von Ingeborg Schober] vgs verlagsgesellschaft, Köln 1993, ISBN 3-802-52243-5

  • Brown, Tony: Jimi Hendrix. Paul Zsolnay Verlag, Wien 1994, ISBN 3-552-05096-5

  • McDermott, John: Hendrix Sessions 1963-1970. Edition Olms, Zürich 1996, ISBN 3-283-00299-1

  • Murray, Charles Shaar: Purple Haze, Jimi Hendrix. Hannibal Verlagsgruppe Koch, Wien 2002, ISBN 3-85445-060-5

  • Black, Johnny: Eyewitness Hendrix. The day-by-day life story. Carlton Books, London 2004, ISBN 1-844-42776-5

  • Mankowitz, Gered: Jimi Hendrix. The Complete Masons Yard Photo Sessions. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-896-02615-1

  • Henderson, David: „'Scuse me while I kiss the sky.“ Das Leben von Jimi Hendrix. Aus dem Englischen von Susanne Pastorini. Bosworth Musikverlag, Berlin 2006, 504 S., zahlr. Abb., ISBN 978-3-86543-097-7

( Günther + Rabenstein sind Inhaber aller Unterseiten von www.starclub-hamburg.eu )

Quelle: http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/2005/flippern_mit_hendrix.html

 

Bericht des SPIEGEL über mich, Robby Günther Juni 2008   

Es war der 17. März 1967. Ich wollte an diesem Abend unbedingt in den Star-Club auf der Hamburger Reeperbahn. Seit dort ein paar Jahre zuvor die Beatles gespielt hatten, war der Club eine Legende. Alle britischen und amerikanischen Bands und Rockstars, die nach Deutschland kamen, traten hier auf: Little Richard und Ray Charles, die Everly Brothers und Black Sabbath - dazu auch bekannte deutsche Gruppen wie Rattles und die Screamers.
An diesem Abend sollte ein schwarzer Gitarrist spielen, der auf seiner Fender Stratocaster mit links nie gehörte Klänge erzeugen konnte: Jimmy Hendrix war erst 24 und schon der neue Gott am Gitarrenhimmel. Ich war Fotografenlehrling und nur sieben Jahre jünger. Allerdings war das ein Problem für mich. Denn mit 17 durfte ich eigentlich nicht abends in einem Kiezclub rumhängen. Die gute Seele des Star-Club war für mich Hilde Peters, eine dünne Brünette mit Kodderschnauze. Sie hatte mal gute Laune, mal schlechte Laune - und davon hing meine Chance ab, 'reinzukommen. Und Fotos meiner Stars zu machen oder eben nicht. Die Hintertür des Star-Club wurde eigentlich nie kontrolliert. Die Kellner kannten mich alle und ließen mich einfach rein. Aber wenn Hilde mich entdeckte, kam es auf ihre Stimmung an, ob mein Abend mit einem Rauswurf endete oder mit einer vollen Filmrolle.
Backstage mit der Kamera
Beim Auftritt von Hendrix lief alles bestens für mich. Es war 23.15 Uhr, als Jimi auf die Bühne kam, - eine Weile nachdem seine beiden Begleitmusiker von der "Jimi Hendrix Experience" begonnen hatten, ihre Instrumente einzuspielen. Ich hing da bereits seit zwei Stunden im Club herum, bewaffnet mit meiner DDR-Kamera, einer Exakta-Varex. Genau rechtzeitig war ich gegen 23 Uhr auf die Bühne geklettert. Vorher hatte ich natürlich auch schon im Backstage-Bereich herumgelungert.
Ich machte an diesem Abend insgesamt drei Filme voll. Viele Fotos verwackelten; schließlich hatte ich in dem schummrigen Laden herzlich wenig Licht und keinen Blitz. Aber es waren, im Nachhinein betrachtet, schon gute Bilder dabei. Einer von Hendrix' Mitarbeitern gab mir eine Adresse und sagte mir, ich solle meine Bilder dahin schicken. Tat ich auch - Geld sah ich dafür nie.
Nach dem Auftritt schlenderten Jimi, sein Schlagzeuger Mitch Mitchell und ich so gegen halb ein Uhr morgens gegenüber in einen Spielsalon an der Großen Freiheit. Dort daddelten wir am Flipper. Ich erinnere mich noch, wie Jim einen Bierdeckel unter den Apparat legte, damit die Kugel nicht so schnell ins Aus rollte. So konnte man länger spielen und Geld sparen. Diese Eigenart habe ich mir dann leider auch angewöhnt.
Viele Drogen, wenig Worte
Jimi war sehr schwierig in seiner Art. Vielleicht lag es auch an der Kommunikation. Sein deutscher Wortschatz umfasste vielleicht 20 Worte, mein Englisch nicht viel mehr. Aber auch so, im Ganzen gesehen, war Jimi ein ganz merkwürdiger Typ von Mensch. Seine Lieblingsmusiker waren die Rolling Stones, was überhaupt nicht zu seiner eigenen Musik passte. Er nahm Drogen - welche, weiß ich nicht - im Hinterzimmer des Star-Clubs. Ansonsten redete er nicht viel, hörte mehr den Anderen zu, als dass er selber das Wort ergriff. Ich hab Jimi als einen sehr zurückhaltenden Menschen in Erinnerung.
Als wir vom Flippern genug hatten, wollten Jimi, Mitch und Bassist Noël Redding mit einem mir Unbekannten aus seiner Truppe sowie meiner Wenigkeit zum Panoptikum, dem Wachsfigurenkabinett am oberen Ende der Reeperbahn. Natürlich war das um diese Uhrzeit - es war inzwischen 4 Uhr morgens - geschlossen. Also nahmen Jimi und Noël eine Taxe, um ins Hotel zum Pennen zu fahren, Mitch ging mit mir in die Große Freiheit zurück und wieder in die Spielhalle, in der wir vorher mit Jimi geflippert hatten. Wir daddelten dort noch etwa zwei Stunden am Automat, dann war auch dort Feierabend.
Zuhause bekam ich mächtig Ärger, weil ich die ganze Nacht weg gewesen war.

Mit freundlicher Genehmigung von:   laut.de + teils JR-Project        Layout by JR-Project 

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Alle Bilder Copyrigt by JR-Project J*** R*********, Robby Günther

Im Inhaltsverzeichnis sind viele Bands wie AC-DC, Deep Purple, Beatles, Lee Curtis, Led Zeppelin, aber auch Stars wie Conny Froeboess, Frank Zappa, Rolling Stones, Walker Brothers /// Städte wie Amsterdam, Hamburg, Berlin /// Sport wie Uwe Seeler , HSV, Rosendahl, Gerd Müller, Kottysch   u.v.a.